Mit Vitaminen gegen die Freien Radikale?

Der "Feind" in unserem Körper - Freie Radikale?
Freie Radikale werden häufig als Verursacher für den oxidativen Stress im menschlichen Körper bezeichnet, der verminderte Zellfunktionen/Zelltod und unzählige Folgeerkrankungen zur Folge hat. Damit der übergreifende Elektronenraub unvollständiger Moleküle endlich ein Ende hat, soll der Einsatz von Vitaminen dabei helfen, sie auszuschalten und den Körper wieder zu einem intakten Immunsystem zurückzuführen. Es sind aber durchaus keine nutzlosen Zerstörer, die den Alterungsprozess vorantreiben - sie übernehmen auch wichtige Funktionen im menschlichen Körper, die von den eingesetzten Vitaminen nicht übernommen werden. Sie wehren Erbgut-geschädigte Zellen ab und beseitigen den Zellmüll aus dem Körper. Das Problem liegt eher in der Anzahl vorhandener Radikale - eindämmen ist sinnvoll, komplett zerstören schadet erheblich.
Die Vitaminformen A und E sollen vor bestimmten Krebsarten schützen. Setzt man sie aber hochdosiert ein, passiert genau das Gegenteil; Tumore wachsen erheblich schneller. Sie zerstören die Radikale und hindern diese daran, gemeinsam mit dem Immunsystem unkontrollierte Zellen abzutöten. Diese Zellen wuchern weiter und machen den Körper krank. Somit schützen diese hoch-dosierten-Substanzen weder vor Krebs, noch vor zu schnellem Verschleiß; sie machen ganz einfach krank!


Natürliche Schutzmechanismen müssen unterstützt werden
Aggressive Radikale greifen wahllos Moleküle an, um ihr fehlenden Elektron zu ersetzen und machen diese Moleküle selbst zu Radikalen. Durch diese überstürzten Handlungen wird der Oxidationsstress vorangetrieben. Der menschliche Körper hat aber durchaus eine Gegenwaffe: Ein Schutzsystem aus Antioxidantien und Enzyme mit antioxidativer Wirkung. Hierzu zählen die Vitamingruppen C und E, denn sie sorgen für die Abgrenzung dieser aggressiven Radikale, bis sie auf natürlichem Wege vom Körper abgebaut werden. Ein Vitaminmangel in diesem Bereich unterbricht dieses Schutzsystem.
Um genau diesen Mangel auszugleichen, sollte eine ausreichende Vitaminzufuhr von außen erfolgen - aber nicht in gefährlicher, unkontrollierter Form. Vergleichbar ist das mit der Nahrungsaufnahme: Man isst ja auch nicht vorsorglich ein opulentes Mahl mehr, obwohl man bereits übersättigt ist, nur um gegen spätere Hungerattacken anzukämpfen. Die Ansicht: Eine kleine Menge Antioxidantien bekämpft Krebs und riesige Mengen davon verhindern ihn, entpuppt sich als gefährlicher Irrglaube; Krebs hat nicht nur einen "Verursacher", sondern mehrere. Jeder einzelne davon erfüllt aber mitunter auch wichtige Funktionen. Eventuell liegt die Ursache allein in der Kombination unterschiedlicher Faktoren - zerstört man wahllos die vermeintlichen Übeltäter, nimmt das katastrophale Ausmaße an.
Genauso ist das auch in Bezug auf den Alterungsprozess. Es gibt viele Ursachen, einige davon sind erblich bedingt, andere erklären sich durch den Lebenswandel(rauchen, trinken, Sonne/Solarium, Stress). Es ist sicher nicht verkehrt, etwas bewusster zu leben.

Kleine Unterstützer sind erlaubt
Durch die kontrollierte Einnahme der Vitamingruppen A, E und C in Tablettenform kann man seinen Körper unterstützen. Die empfohlene Tagesdosis sollte man aber grundsätzlich nicht überschreiten.
Die Präparate selbst dürfen nicht aus künstlicher Herstellung sein; nur natürliche Vitaminpräparate sind gut für den Körper, denn der lässt sich nicht überlisten.
Die Packungsbeilage ist daher unbedingt zu beachten: Fruchtextrakt/Fruchtsaftkonzentrat und Pflanzenpulver enthalten keine synthetischen Vitaminerzeugnisse und sind natürlicher Herkunft. Lateinische Bezeichnungen der enthaltenen Pflanzen sind ebenfalls ein Beweis für die natürliche Herkunft. Zusatzstoffe sind notwendig, aber die Hersteller dieser natürlichen Produkte achten grundsätzlich darauf, die Mengen möglichst gering zu halten. Kleine Mengen an Farbstoffen, Aromen und Konservierungsstoffen sind unbedenklich und sprechen für die Qualität des Produktes.