In der heutigen Zeit besteht ein unvermindert großes Interesse daran, den Pflegebedürftigen so lange wie möglich zuhause pflegen zu können und auch zu wollen. Für pflegende Angehörige ist diese oftmals jahrelange Situation eine erhebliche Dauerbelastung. Je nach Art und Ausmaß der Pflegebedürftigkeit haben die Angehörigen im wahrsten Sinne des Wortes kaum Zeit zum Verschnaufen, geschweige denn zum Erholen. Für ihre Fragen und Probleme finden sie auch nicht immer den geeigneten, den richtigen Ansprechpartner. Ihnen fehlt ein pflegen zuhause Ratgeber. Als ein solcher pflegen zuhause Ratgeber kann eine Auflistung von verschiedenen Möglichkeiten angesehen werden, die für die Angehörigen im Pflegealltag erleichternd ist und ihnen zumindest indirekt Arbeit abnimmt. Hier sind einige Beispiele aufgeführt, wie sich Familienangehörige das zuhause pflegen erleichtern können, wie es ihnen leichter gemacht wird.


• Die Kranken- und die Pflegekasse sind dauerhaft ein wichtiger Ansprechpartner für alle Pflegeleistungen. Die Pflegekasse ist als Träger der Pflegeversicherung derjenigen Krankenkasse angegliedert, in welcher der Pflegebedürftige krankenversichert ist. Die Pflegekasse ist praktisch der Geldgeber, wenn es um die Bewilligung laufender oder einmaliger Leistungen geht. Ein enger, bestenfalls persönlicher Kontakt zu dem Sachbearbeiter ist hilfreich und verkürzt so manchen Entscheidungsweg. Das ist der organisatorisch-bürokratische Bereich.

• Im persönlichen Bereich ist der pflegende Angehörigen einer starken psychischen und physischen Belastung ausgesetzt. Für ihn ist ein sporadischer oder auch regelmäßiger Austausch unter Gleichgesinnten hilfreich und entspannend. Die geradezu ideale Anlaufstelle ist eine Selbsthilfegruppe. Sie gibt es mit unterschiedlichen Ausrichtungen in nahezu jeder Gemeinde. Meistens gründen Pflegende eine solche Initiative, die in vielen Fällen auf bestimmte Krankheitsbilder und Pflegefälle abgestellt, sozusagen fokussiert ist; beispielsweise auf demenzerkrankte oder auf krebserkrankte Pflegebedürftige.

• Seit Beginn des Jahres 2015 bieten die gesetzlichen Pflegeversicherungen eine finanzielle Hilfe für ‚Alltagsbegleiter‘ an. Sie sollen die pflegenden Angehörigen entlasten und den Pflegebedürftigen fördern. Alltagsbegleiter beschäftigen, begleiten und fördern die zu pflegende Person. Sie übernehmen nur wenig pflegerische Leistungen, sondern sie sollen in erster Linie daran mitarbeiten, dem Pflegebedürftigen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Pflegebedürftige mit Pflegestufe können einen monatlichen Betrag von 104 EUR für die Alltagsbegleitung beantragen. Dieser Betrag wird zusätzlich zu den anderweitigen Betreuungs- und Entlastungsleistungen gezahlt. Dem Pflegebedürftigen als Zahlungsempfänger steht die Verwendung dieser Zahlung frei.

• In der Regel besteht ein langjähriger und enger, guter Kontakt des Pflegebedürftigen sowie der Angehörigen zum örtlichen Pflegedienst. Der kann sowohl ein gewerbliches Unternehmen als auch eine gemeinnützige Einrichtung wie DRK, Caritas oder Johanniter sein. Dort kann auch eine aktive Mithilfe und Unterstützung bei der Kommunikation mit Pflege- und Krankenkasse erwartet werden. Die Unterstützung bezieht sich auf das Ausfüllen von Anträgen auf Pflegeleistungen, aber auch auf ein Verhandeln mit den Geldgebern. Die Pflegedienste sind dort bekannt, weil sie zur Abrechnung der erbrachten Leistungen berechtigt sind. Dieser direkte Kontakt sollte, zum Wohle des Pflegebedürftigen, auf jeden Fall genutzt werden.